Allergie -was nun?

Eine Allergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe aus der Umwelt, die sogenannten Allergene. Das Immunsystem stuft diese Substanzen (wie Pollen, Tierhaare oder Hausstaubmilben) fälschlicherweise als gefährlich ein und bekämpft sie. Die Schulmedizin bekämpft Allergien heute erfolgreich über einen Drei-Säulen-Plan aus Allergenvermeidung, Medikamenten und ursächlicher Immuntherapie. In der Naturheilkunde wählt man einen anderen Weg. Mehr Info auch unter: Allergien

Wie entstehen Allergien und welche Symptome gibt es?
Beim ersten Kontakt mit einem Stoff merkt sich das Immunsystem diesen unbemerkt als Feind (Sensibilisierung). Bei jedem weiteren Kontakt schüttet der Körper den Botenstoff Histamin aus. Dieses Histamin sorgt für die typischen Abwehrreaktionen. 
Die häufigsten Auslöser sind:
    • Pollen von Bäumen, Gräsern und Kräutern (Heuschnupfen)
    • Hausstaubmilben (genauer gesagt deren Kot)
    • Tierhaare und Hautschuppen
    • Nahrungsmittel wie Nüsse, Kuhmilch oder Äpfel
    • Insektengifte von Bienen oder Wespen 

Typische Symptome umfassen eine laufende oder verstopfte Nase, juckende und tränende Augen, Hautausschläge sowie Husten und Atembeschwerden. 

Was kann man dagegen tun? Die 3 Säulen der Behandlung
Die offizielle Strategie zur Bekämpfung von Allergien basiert auf drei aufeinander abgestimmten Ansätzen: 
1. Säule: Allergenvermeidung (Karenz)
Der effektivste Schritt ist es, den Kontakt mit den Auslösern so gut wie möglich zu verhindern. 
    • Bei Pollen: Nutzen Sie einen aktuellen Pollenflugkalender. Waschen Sie sich vor dem Schlafengehen die Haare und lüften Sie in der Stadt am besten morgens, auf dem Land eher abends.
    • Bei Hausstaub: Nutzen Sie milbendichte Bettbezüge (Encasings) und verzichten Sie auf Staubfänger wie schwere Teppiche.
    • Bei Tierhaaren: Vermeiden Sie den direkten Kontakt und reinigen Sie Wohnräume regelmäßig mit Staubsaugern, die über einen HEPA-Filter verfügen. 

2. Säule: Symptomatische Behandlung (Medikamente)
Medikamente heilen die Allergie nicht, unterdrücken aber die akuten Beschwerden schnell und zuverlässig: 
    • Antihistaminika: Sie blockieren den Botenstoff Histamin. Es gibt sie als frei verkäufliche Tabletten (z. B. Cetirizin oder Loratadin), Augentropfen oder Nasensprays. Moderne Präparate machen kaum noch müde.
    • Kortison-Präparate: Bei stärkeren Entzündungen helfen kortisonhaltige Nasensprays oder Hautcremes. Sie wirken stark entzündungshemmend und sind lokal angewendet sehr sicher. 

3. Säule: Spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) 
Die Allergen-Immuntherapie ist eine Methode, die gerne in der Schulmedizin angewendet wird:
  • Das Prinzip: Dem Körper werden über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren regelmäßig winzige, langsam ansteigende Dosen des Allergens verabreicht.
  • Die Verabreichung: Dies geschieht entweder als Spritze beim Arzt (subkutan) oder als Tropfen/Tablette unter die Zunge (sublingual).
  • Das Ziel: Das Immunsystem lernt, den Stoff wieder zu tolerieren. Zudem verhindert die Therapie, dass aus einem einfachen Heuschnupfen chronisches Asthma wird (sogenannter Etagenwechsel)

    Mein naturheilkundlicher Tipp ist:
    Darmaufbau, denn hierbei können wir das Immunsystem und die Darmflora stärken.
    Aus meiner Erfahrung heraus macht es auch Sinn vor und während der Allergiezeiten bei Bedarf mit Homöopathie zu begleiten.
    Sehr gerne begleite ich Sie und suche die für Sie geeigneteste Therapiemöglichkeit aus meinem Portfolio heraus.